Vereinsgeschichte

Meyer Motivations-Masche

Fußball: Ahles Spielertrainer als Wagenwäscher und Schuhputzer

H e e k, “Zuckerbrot und Peitsche” hatte die Trainer-Legende Max Merkel seine Fußballer bei der Stange zu halten versucht - die Motivations-Masche von Bernd Meyer beim SC Ahle sieht anders aus: “Wenn wir mehr als 55 Punkte erreichen, wasche ich alle Wagen meiner Spieler” hatte er in der Saison 2004/05 verlauten lassen. Derart motiviert, sorgten die SC-Kicker für satte 65 Zähler und einen achtstündigen Wagen-Waschtag für den Spielertrainer. Als Schuhputzer hatte sich der Eperaner davor ebenfalls glänzend bewährt, oder als “Meistersänger” in der Ahler Kapelle. Nur ungern erinnert er sich aber an die verlorene “Wette”, die ihm einen Tag als “Schützenbruder” beschert hatte, mit Schützenhut beim Antreten, mit Pflichtschuss, und mit allem Drumherum. Auch eine Dauerlauf von Nienborg zurück nach Ahle nach dem Sieg bei den Rotweißen meisterte er. Offen ist aber noch das Angebot, beim Aufstieg in die A-Liga nach Eggeorde zu pilgern.

Fußball Laufbahn von Bernd Meyer:

1962

1974

FC Epe

Spieler

1974

1978

Enschedese Boys

Spieler

1978

1982

FC Epe

Spieler

1982

1984

SpVgg Vreden

Spieler-Trainer

1984

1985

FC Epe

Spieler und Jugend-Trainer

1985

1988

Union Wessum

Spieler-Trainer

1988

1990

FC Epe

Spieler-Trainer

1990

1995

Arminia Gronau

Spieler-Trainer

1995

2010

SC Ahle

Spieler-Trainer

Mit Meyer zum Neubeginn

Münsterland Zeitung vom 19.01.2005

 

Fußball: Spielertrainer und B-Ligist besiegeln weitere Zusammenarbeit

 

H E E K. Der Sportclub Ahle und Bernd Meyer gehen auch in den nächsten zwei Spielzeiten gemeinsame Wege. Meyer und Co-Trainer Heinz Weilinghoff verlängerten per Handschlag mit dem ersten Vorsitzenden Gerd Althoff um zwei weitere Jahre. Die eher nüchterne Nachricht aus dem Lager des Fußball-B-Ligisten wird zur Geschichte sobald die “Dienstzeit” des 49-jährigen Spielertrainers zur Sprache kommt: Seit 1995 hält Meyer die Geschicke der Ahler Fußballer in seinen Händen. Bernd Meyer nimmt mit dem SC Ahle damit die elfte und zwölfte Spielzteit in Angriff - und er läßt die Option offen, auch ein 13. Jahr beim B-Ligisten zu absolvieren. Damit stünde der “Petersilien-Hochzeit” kaum mehr etwas im Wege. Als “Otto Rehhagel der Kreisliga B” will sich der Eperaner Bankkaufmann nicht festlegen lassen. Zur Erinngerung: Otto Rehhagel war beim Bundesligisten Werder Bremen in der Zeit von 1981 bis 1995 als Trainer tätig, bevor er zu den Bayern nach München (1995 bis April 1996) und wenig später zum 1. FC Kaiserslautern (1997 bis 2000) wechselte. Als Nationaltrainer von Griechenland setzte er sich als Fußball-Europameister und “Rehakles” ein Denkmal. Dies hätte Bernd Meyer Rehhagel im Juni 2004 fast gleich tun können: Erst nach dem Elfmeter-Krimi (14:15) im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A in Heek gegen Nienborg wurde der größte Erfolg in der 31-jährigen Vereinsgeschichte nur um Winzigkeiten verpasst. Den Schnaps hatte Bernd Meyer vor mittleweile fast zehn Jahren dankend abgelehnt, das Angebot des SC Ahle aber nicht. “Nehmen Sie mich auch, wenn ich den nicht trinke”, hatte er schelmisch nachgehakt, bevor er sich mit den Verantwortlichen des B-Ligisten einig geworden war. “Wir hatten uns zunächst auf eine einjährige Zusammenarbeit verständigt”, erklärte Bernd Meyer, der als dienstältester Trainer der Region auch in der Saison 2005/06 (und darüber hinaus) trotz seiner 48 Lenze weiterhin als Spielertrainer arbeiten will: “Das ist es ja gerade, was mich reizt. Ich denke, dass ich in dieser Klasse noch ganz gut mitmischen kann”. Das letzte Zitat stammt übrigens aus dem Jahr 1995 - Gültigkeit hat es derweil immer noch. An seiner Seite kann er sich seit nunmehr sechs Jahren auf seine Co-Trainer Heinz Weilinghoff verlassen - auch diese Verbindung wird beim SC Ahle beibehalten. Meyer steckte am vergangenen Sonntag zum Trainingsauftakt erst einmal die nächsten Ziele ab. Im Vordergrund steht die Rückrunde der laufenden Saison, in der Meyer mit seiner Elf an die 60 Punkte-Marke in der Kreisliga B kratzen möchte. Ein weiteres Ziel ist das Pokal-Halbfinale im Krombacher Pokal. Am Samstag, 19. Februar, bestreitet der SCAhle das vorgezogene Viertelfinalspiel gegen Brukteria Rorup. Meyer machte darüber hinaus klar, dass sich das Gesicht seiner Mannschaft in der Saison 2005/06 erheblich ändern werde. Und für einen “Neubeginn” mit einer verjüngten Mannschaft seien zwei Jahre nötig, erklärten Meyer und SC Ahles Vorsitzender Althoff. Der informierte das Team über die Rückkehr von Christian Niehues zum Bezirksligisten Eintracht Ahaus. Der 23 Jahre alte Stürmer erzielte inder laufenden Saison drei Treffer für die Ahler und wird sich im Sommer dem Herbstmeister der Bezirksliga anschließen. Zudem wird Stürmer Thomas Schmiing den Verein in Richtung SuS Stadtlohn verlassen. Weitere Abgänge stellen sich mit Mittelfeldspieler Berthold Göcke und Verteidiger Heijo Elsbernd dar. Beide Spieler hören mit dem aktiven Sport nach der Rückrunde beim Sportclub auf. Seinen Abschied aus der zweiten Mannschaft erklärte Michael Hartog, der sich im Sommer dem FC Oldenburg anschließen wird. Die Oldenburger Freizeitfußballer planen den Wechsel zum regulären Spielbetrieb in der Kreisliga D.

 

Für drei weitere Jahre unzertrennlich: Co-Trainer Heinz

Weilinghoff und Trainer Bernd Meyer

 

Vor grosser Kulisse bestritt Bernd Meyer mit dem SC Ahle im Juni 2004 das Relegationsspiel um den Kreisliga A

Aufstieg in Heek gegen Rot-Weiß Nienborg (14:15 im Elfmeterschießen; 0:0 nach Verlängerung).

Vom Trainer zum Autowäscher

Westfälische Zeitung vom 14.06.2004

Ahles Coach Bernd Meyer löste am Samstag seine Wette ein

Heek-Ahle. Gut gelaunt stand Bernd Meyer in seinem dunkelgrünen Vizemeister-T-Shirt am Samstag Punkt 9 Uhr auf dem Sportplatz des SC Ahle. Aber nicht in seiner Funktion als Trainer der ersten Mannschaft, sondern um seinen Wetteinsatz einzulösen, den er für das Erreichen von 55 Punkte zugesagt hatte. Mit Wassereimer, Schwamm und Schlauch bewaffnet machte er sich an die Arbeit, die Autos seiner Spieler zu waschen. Ob Opel, Audi, Golf, Mercedes, BMW oder Motorroller - alle wurden mit viel Liebe von der Windschutzscheibe bis zur Felge auf Hochglanz gebracht, was sich bei zum Teil strömenden Regen als nicht gan so einfach entpuppte und Meyer zu viermaligen Wechsel seiner klitschnassen Garnitur zwang. “Bernd, ich kann gar nicht sehen, wie du malochst. Ich guck woanders hin”, scherzte der Ehrenvorsitzende, Bernhard Bockhold und drehte sich um. Und während die Jungs auf ihren Trainer anstießen und den im Tonstudio auf CD selbst aufgenommenen Song “Meyer wäscht die Autos vom SC” abspielten, schwang Bernd Meyer acht Stunden lang für 25 Fahrzeuge unermüdlich das Ledertuch. Zeit genug, um über eine Wette für die kommenden Saison in der Kreisliga B nachzudenken. “Wenn wir dann wieder mindestens 55 Zähler einfahren, wäre ich schon mehr als zufrieden. Wir haben in diesem Jahr mehr erreicht, als je zuvor in der 31-jährigen Vereinsgeschichte”, will “Motivationstrainer” Meyer das Ziel gar nicht höher stecken. “Als Einsatz hatte ich angeboten, die Ställe auszumisten. Aber dort wollen micht die Jungs nicht haben. Die meinen, ich mache die Viecher nur scheu”, erklärte er. “Vielleicht mähe ich dann doch das Fußballfeld mit einem nicht elektrischen Rasenmäher.” Noch hat Bernd Meyer aber ein paar Wochen Zeit bis zum Trainingsauftakt, ehe es dann wieder heißt: “Topp die Wette gilt !”

 

Dinkelcup 2017

Kreisliga B, Saison 17/18

Kreisliga B 2017/2018

FIFA 18 Turnier

Wigger Versicherungsbüro

Unsere Sponsoren